Heise.de berichtet:

Die EU-Kommission will im kommenden Jahr einen “strukturieren Dialog mit Interessensvertretern” aufnehmen, um heiße Eisen im Urheberrecht anzupacken. Dazu zählen nach Ansicht der Kommission die oft durch Kopierschutz eingeschränkte Nutzbarkeit digitaler Inhalte, “User-generated Content”, die automatisierte Übernahme von wesentlichen Textpassagen sowie die Abgaben auf IT-Geräte und Leermedien zur Vergütung von Privatkopien. In Brüssel ebenfalls auf der Agenda stehen Initiativen, um den Erhalt des kulturellen Erbes zu vereinfachen und die Verfügbarkeit von Filmen im Internet zu erhöhen.

[zum Artikel]



Kategorien: Copyright | gespeichert unter Copyright |

Richard Stallman, Gründer der Free Software Foundation (FSF), hat einen neuen Ansatz ins Spiel gebracht, um Softwarepatenten den Stachel zu ziehen. Er will dabei an den Auswirkungen gewerblicher Schutzrechte auf computerbezogene Ideen ansetzen. “Wir sollten gesetzlich verankern, dass das Entwickeln, Vertreiben oder Laufenlassen eines Programm auf allgemein verwendeter Computer-Hardware keinen Patentverstoß darstellt”, schreibt der Doyen der Freien-Software-Szene in einem Meinungsbeitrag für Wired. Dies habe unter anderem zum Vorteil, dass man Schutzrechte gar nicht mehr in Kategorien wie “Software” einordnen müsse.

[Mehr auf heise.de]



Kategorien: Politik | gespeichert unter Politik |

“Öffentlich-rechtliche Inhalte sollten länger im Netz stehen.” Diese Botschaft der am Montag veröffentlichten Bundestagsstudie “Gesetzliche Regelungen für den Zugang zur Informationsgesellschaft” stößt bei CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär auf Gegenliebe.

“Die Tatsache, dass öffentlich-rechtliche Inhalte nach sieben Tagen wieder aus dem Netz genommen werden müssen, widerspricht allem, was wir über die Informations- und Kommunikationskultur im digitalen Zeitalter wissen”, sagte Bär laut einer Mitteilung der CSU. Es sei nicht nachzuvollziehen, “dass gebührenfinanzierte Inhalte, die durch ihre Eigenschaft als öffentlich-rechtlich auch für wertvollen Qualitätsjournalismus stehen, von denjenigen, die sie mitfinanzieren, nach kurzer Zeit nicht mehr auffindbar sein sollen”.

[Mehr auf heise.de]



Kategorien: Politik | gespeichert unter Politik |

Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung an der Zürcher Hochschule der Künste, hat auf der Konferenz “Netz für alle” vor der “Einhegung” und “Vorformatierung” der Internet-Kommunikation durch Konzerne wie Apple, Facebook oder Google gewarnt. Die großen privaten Netzakteure versuchten, die Kommunikationsflüsse für ihre kommerziellen Interessen nutzbar zu machen und zu optimieren, erklärte auf dem Kongress der Bundestagsfraktion der Linken und der Rosa-Luxemburg-Stiftung am Samstag in Berlin. Es entstünden Instanzen, die entscheiden könnten, was auf sehr großen Plattformen veröffentlicht werde.

[Mehr auf heise.de]



Kategorien: Politik | gespeichert unter Politik |

Eine Studie des Wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses hebt hervor, dass die geplante “Trans-Pacific Partnership” (TPP) über das in Europa gescheiterte Anti-Piraterie-Abkommen ACTA und internationale Copyright-Bestimmungen hinausgehe. Sowohl ACTA als auch der US-Entwurf für einen TPP-Vertrag enthielten schärfere Strafvorschriften als etwa das TRIPS-Abkommen der Welthandelsorganisation WTO, schreibt der “Congressional Research Service” in einer jetzt veröffentlichten Analyse (PDF-Datei).

[Mehr auf heise.de]



Kategorien: Politik | gespeichert unter Politik |

Das Magazin Futurezone klärt auf über die bisher bekannten Inhalte von ACTA:

Wie gefährlich ist ACTA?

Neben den Inhalten von ACTA ist das besonders kritische daran aus meiner Sicht alleine schon die Tatsache, dass die Parlamente hier Gesetze unterzeichnen sollen, die nicht von ihnen diskutiert und mitformuliert worden sind. Das ACTA-Abkommen führt — entgegen der Darstellung unserer Justizministerin — vollkommen neue Rechtsbegriffe und Zuständigkeiten ein. Wenn sie das abstreitet, dann nur, weil sie es nicht versteht.

Der Schutz des geistigen Eigentums wird hier insbesondere den großen Verwertungsgesellschaften zugestanden. Schwierig hierbei ist allerdings überhaupt schon die Definition von »geistigem Eigentum«, denn Ideen sind nicht eigentumsfähig. So drückte es jedenfalls der Rechtsprofessor Thomas Hoeren von einigen Jahren in der Süddeutschen Zeitung aus.

Hier hat jemand ein paar Zitate und Links zur der Frage des geistigen Eigentums gesammelt:

The Intellectual Property Oxymoron

Youtube ist voll mit Vorträgen zu der Problematik, in denen sich Kritiker des Konzepts und Befürworter äußern.

Nur am Rande sei angemerkt, dass immer noch ständig gestritten wird darüber, was überhaupt schutzfähig ist. Und in der Regel wird von den (vermeintlichen) Rechteinhabern stets für eine Ausweitung der Schutzfähigkeit gefochten.



Kategorien: Legal | gespeichert unter Legal |

Die im Sommer vergangenen Jahres ins Leben gerufene Denkfabrik Collaboratory von Google hat “Leitlinien für ein Regelungssystem für kreative informationelle Güter” vorgestellt, die sich für eine Abkehr von der “naturrechtlichen Logik” des “geistigen Eigentums” stark machen. “Die Interessen der Produzenten sollen weiter geschützt werden, aber die der Allgemeinheit im Vordergrund stehen”, erklärte Till Kreutzer, Leiter der neunköpfigen Verfassergruppe des Papiers zur grundlegenden Neufassung des Urheberrechts in Berlin. Ausschließlichkeitsrechte für Verwerter müssten demnach einer “gesonderten Begründung” bedürfen, was auch im Einklang mit verfassungsrechtlichen Grundsätzen stünde.

[Mehr bei heise.de]



Kategorien: Copyright | Tags: , , , , gespeichert unter Copyright |

Der französisch-schweizerische Filmregisseur Jean-Luc Godard hat sich in einem Rechtsstreit um den illegalen Download und den Austausch von tausenden Musikstücken auf die Seite des Beschuldigten gestellt. […] Im Mai bezweifelte Godard in einem Interview die Möglichkeit eines Urheberrechts. Es gebe kein geistiges Eigentum.

[Mehr auf heise.de]



Kategorien: Allgemein | gespeichert unter Allgemein |

After making waves with a famous P2P paper in 2007, academics Felix Oberholzer-Gee and Koleman Strumpf are back with a new paper suggesting that we look at the numbers: file-sharing has no negative effect on artists’ “incentive to create.”
Even if the music industry was shrinking, though, the authors point out that creativity has not declined—which suggests that weaker copyright can still promote the “Progress” sought by the Founders.

[Mehr bei arstechnica.com]



Kategorien: Copyright, Culture | gespeichert unter Copyright, Culture |

Die Piratenpartei ruft für den 26. Juni 2010 zum »AdActaDay« und zum Protest gegen das ACTA-Vorhaben auf.

Seit gut zwei Jahren wird ein Abkommen mit dem Namen ACTA verhandelt. Es wird durch die beteiligten Parteien im Geheimen vorangetrieben. Die Piratenpartei verlangt den Stopp und die Offenlegung der Verhandlungen und meint, dass es deutliche Anzeichen dafür gibt, dass die Auswirkungen dieses Vertrags heftige Eingriffe in die persönliche Freiheit jedes Bürgers zur Folge haben wird.

Was ist ACTA? Die Abkürzung «ACTA» steht für das geplante plurilaterale Handelsabkommen »Anti-Counterfeiting Trade Agreement«. Die teilnehmenden Nationen bzw. Staatenbünde geben an, damit den Kampf gegen Produktpiraterie verbessern zu wollen. Die Auswirkungen werden uns alle betreffen. Es gibt deutliche Anzeichen, dass dieser Vertrag heftige Eingriffe in die persönliche Freiheit jedes Bürgers zur Folge haben wird.

Siehe auch: http://www.stopp-acta.info/



Kategorien: Politik | gespeichert unter Politik |


Über dieses Weblog

Dieses Weblog bietet begleitende Informationen zum Seminar »Good Copy« von Prof. Oliver Wrede.

Kategorien

Archiv